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Ein Fest zum Auftakt

ExtraSchicht 2016: Einige hundert Menschen aus Herten, Recklinghausen und dem Umland haben sich am Abend des 25. Juni in die Schlange am Eingang der Schwarzkaue eingereiht. Nach über 15 Jahren des Stillstandes werden nun gegen 18 Uhr weite Teile der Hertener Schachtanlage 3/4/7 erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Spannung liegt in der Luft.

Mehr als 100 Jahre lang war Schlägel und Eisen der größte Arbeitgeber in der Region. Beinahe jeder Hertener hat einen Vater oder Großvater, der im Bergbau tätig war. Viele Besucher haben früher selbst als Bergleute gearbeitet. – An diesem Abend haben sie nun Jahre später erstmals die Gelegenheit, an ihren alten Arbeitsplatz zurückzukehren.

Wie wenig sich in all den Jahren verändert hat – darüber staunen nicht wenige Besucher bereits beim Betreten der ehemaligen Waschkaue. Sicherlich hat der Zahn der Zeit und insbesondere das undichte Dach Spuren des Verfalls hinterlassen. Freilich gab es Vandalismus. Natürlich mussten wir als Klub Schlägel & Eisen den Sicherheitsauflagen des Ordnungsamtes nachkommen und beispielsweise einige Durchgänge verbreitern. Dennoch sind an diesem Abend die zahlreichen Bergbau-Relikte nicht zu übersehen: Die vom Kohlenstaub gezeichneten Wände, die teilweise gebrochenen Fliesen, die Kauenkörbe, in denen sich noch die ein oder andere Unterhose der Bergleute finden lässt.

Seltsam-neuartiger Zugang

Diese und viele andere Artefakte schmücken den Weg des Bergmanns, den unsere Besucher an diesem Abend gehen. – Eine Zeitreise zwischen Inszenierung und Realität, zwischen Kunst und Wirklichkeit.

Im Treppenhaus zur Schwarzkaue zeigen großformatige Schwarzweiß-Fotos Momentaufnahmen aus dem hiesigen Bergbau-Betrieb. „Blindschacht. Füllort, südliche Seite, fünfter Abteilungsquerschlag nach Süden, fünfte Sohle“: Von viel zu detaillierten Beschriftungen wie dieser fühlt sich mancher Besucher zwar zunächst irregeführt, doch gleichzeitig öffnen die Fachbegriffe einen seltsam-neuartigen Zugang zum Selbstverständnis der Bergleute.

Vertieft wird dieser Zugang auch auf der mittleren Ebene des Treppenhauses. Aus einem Seitenraum dringt in zeitweise unerträglicher Lautstärke jener Lärm, der einst unter Tage herrschte. Das Dröhnen jedoch mischt sich mit dissonanten Violinenklängen von Lina Kluy und Dominik Bieniek. Wer der akustischen Spur folgt, der sieht schließlich in einen etwa 60 Meter langen Gang an dessen Ende eine Videoprojektion von der harten Arbeit unter Tage zeugt. – Der Blick in den Stollen, die Enge, der Staub, der Lärm: Ein beklemmendes Gefühl.

Industriekathedrale mit gewaltiger Akustik

Doch die gemeinsame Arbeit im menschenfeindlichen Milieu unter Tage verband die Kumpels zu einer eingeschworenen Gemeinschaft. Man verbrachte auch nach der Schicht seine freie Zeit miteinander: Beim Frühstück, in der Kneipe oder im Chor.

1950 gründeten einige Lehrlinge auf Schlägel und Eisen einen Bergmannschor. Seitdem sind einige der Chormitglieder verstorben, es gab Fusionen mit anderen Chören – und dennoch: Als in dieser Nacht der Industriekultur unter den Kauenkörben erneut das Bergmannslied erklingt wird klar: Hier findet zusammen, was zusammen gehört.

24 Mitglieder hat das Männerquartett Schlägel und Eisen – die meisten von ihnen sind über 70 Jahre alt. Dennoch singen die Männer mit solch kraftvoller Stimme, dass ihre traditionellen Lieder auf dem gesamten Gelände widerhallen. Auch wer kein Bergmann ist bekommt eine Gänsehaut und spürt das Gefühl von Zusammengehörigkeit.

Welch außergewöhnliche Akustik die Schwarzkaue mit ihren hohen Decken bietet, zeigt sich auch beim Auftritt von Dinah Berowska und Martin Lucaß. Die Sopranistin und der Bariton singen sonst in renommierten Opernhäusern im In- und Ausland. Nun erklingen ihre Stimmen dort, wo einst die verschwitzten und von Kohlenstaub geschwärzten Bergmänner von der Schicht kamen. Wenn Hochkultur auf Industriekultur trifft – dann entsteht etwas faszinierend Neues.

Chillen im Duschraum

Doch so vielfältig die Besucher auf dieser ExtraSchicht sind, so unterschiedlich reagieren sie auch auf die kulturellen Angebote an diesem Abend. Während einige andächtig den Opern und Arien lauschen, kaufen sich andere gerade eine Currywurst. Einige Besucher haben es sich auch auf den Sofas und Sesseln im ehemaligen Duschraum bequem gemacht.

Wie in Omas Wohnzimmer sieht es dort aus: Ausrangierte Sofagarnituren, alte Stehlampen, Couchtische und historische Fotos von Bergarbeitern prägen den Raum.

Die weiß gefliesten Wände, ein paar Rohre, die Kanaldeckel am Boden: Viel erinnert hier nicht mehr daran, wie der Raum einst genutzt wurde. Eine großflächige Filmprojektion jedoch gibt Aufschluss: Zwei völlig schmutzige Bergmänner duschen dort, sie waschen sich gegenseitig den Rücken und haben trotz der zurückliegenden anstrengenden Schicht sichtbar Spaß. Diese aus einem Hibernia-Imagefilm stammenden Aufnahmen kontrastieren mit Amateurmaterial aus den 90er Jahren. Im selben Duschraum etwa 20 Jahre später erscheinen die Bergleute längst nicht so fröhlich und kameradschaftlich, wie im Werbefilm. – Kein Wunder auch: Die schrittweise Einstellung des Förderbetriebs war zu diesem Zeitpunkt längst beschlossen.

Indes haben sich zahlreiche Besucher einer Führung durch die ehemaligen Kauen angeschlossen, als einige Männer aus der Gruppe damit beginnen, sich ihrer Kleidung zu entledigen. Als sei es selbstverständlich lassen die Männer “ihren” Kauenkorb hinunter, verstauen ihre Habseligkeiten darin und scherzen dabei ausgelassen auf italienisch. Nach und nach wird den Besuchern klar, dass Sie Teil einer künstlerischen Performance geworden sind. Gemeinsam mit den Schauspielern geht es dann durch den langen, orange gefliesten Gang, hin zum ehemaligen Magazin. Genau diesen Weg waren die Bergleute Jahrzehnte lang gegangen, bevor Sie in den Schacht hinabfuhren. Als Raffaele Bonazza schließlich dort, wo die Bergmänner ihre Grubenlampe entgegennahmen italienische Gastarbeiterlieder anstimmt, kommt bei vielen der Zuschauer Wehmut auf.

Ort der Resignation und Hoffnung

Die einst voller Hoffnung von überall her angereisten Arbeiter, die ihr Glück in Herten suchten – sie wurden im Zuge des Strukturwandels arbeitslos. Die leeren Stechkartenwände, der zerbrochene Staubmaskenspender, der vergilbte Gefahrenhinweis an der Wand: Nach den vielen Jahren des Stillstandes sind sie längst funktionslose Relikte. Hoffnung und Vergänglichkeit, Bewegung und Resignation – paradox erscheinen die Kraftfelder, die plötzlich deutlich werden, als die Zuschauer nach und nach von den Bergleuten alleine gelassen werden. Der Gesang verhallt. Im farbenfrohen Licht der Scheinwerfer lassen die Bergbau-Relikte letztlich doch Hoffnung aufkommen, dass dieser verlassene Ort, bald einen neuen Sinn findet – ebenso wie viele Bergleute inzwischen längst ein neues Leben begonnen haben.

Unterdessen stehen auf dem Außengelände mehrere hundert Menschen Schlange. Trotz der langen Wartezeit und des Regens möchten sie sich die seltene Gelegenheit nicht entgehen lassen, einmal den mächtigen Schachtturm 4 zu erklimmen. 83 Meter hoch ist das 30 Jahre alte Bauwerk. Den höchsten Punkt Hertens markiert an diesem Tag unsere Klubfahne auf der Turmspitze.

Wer nach langem Warten endlich durch die massive Stahltür geht und die ersten Treppenstufen betritt, der hat einen langen Aufstieg vor sich. Immer enger werden die Treppen, bis der Besucher eine Leiter empor durch eine Dachluke steigt. Jedem, der seine wertvolle ExtraSchicht-Zeit dem Schlangestehen geopfert hat, wird jetzt angesichts der Aussicht klar, dass sich das Warten gelohnt hat. Bis nach Dortmund, Witten, Bochum, Essen und Duisburg reicht der Blick an diesem Tag – trotz wolkenverhangenem Himmel. Wer sein Fernglas mitgebracht hat, entdeckt die Schachttürme weiterer Zechen und die Lichtspektakel anderer Spielorte in dieser Nacht der Industriekultur.

Wem nach dem abwechslungsreichen Abendprogramm der Hunger oder der Durst quält, der findet an unseren Verkaufsständen ein vielfältiges gastronomisches Angebot: Von der Bratwurst, bis zum exquisiten Honig, vom Veltins-Bier bis zum Champagner.

Humorvolle Geschichten und nachdenkliche Songs

Als um 20 Uhr der Himmel mehr und mehr aufklart, kommen immer mehr Menschen zur ehemaligen Schachtanlage. Viele von ihnen möchten Christine Sommer und Martin Brambach erleben. Die Schauspieler, die regelmäßig in zahlreichen Kinofilmen und Fernsehserien zu sehen sind, präsentieren an diesem Abend gemeinsam mit dem Blues-Sänger und Gitarristen Matthes Fechner einen musikalischen Abend voller Satiren, Feuilletons und Lyrik.

Die Autoren der vorgetragenen Stücke stammen dabei allesamt aus dem Ruhrgebiet. So zum Beispiel auch der Kabarettist und Romanautor Frank Goosen, dessen Geschichte „Saubere Unterwäsche“ beim Publikum immer wieder für großes Gelächter sorgt.

Zwischen den Lesungen greift dann Matthes Fechner in die Gitarrensaiten. Als er mit seiner rauchigen Blues-Stimme „Nobody Knows You When You’re Down“ von Jimmy Cox anstimmt, wird es leise im Publikum. Der Song besingt ein Leben voller Gegensätze: Auf harte Arbeit folgen zügellose Feste, aus Wohlstand wird Einsamkeit. – Viele ehemalige Bergleute im Publikum erkennen Parallelen zur eigenen Biographie. Vom früherem Zusammenhalt der Bergleute ist manchmal nach all den Jahren wenig übriggeblieben. Das wird vor allem in dieser Nacht der Industriekultur in jenen Momenten deutlich, in denen ehemalige Kameraden feststellen, dass es bereits mehr als zehn Jahre her ist, als sie sich zuletzt sahen.

Klassentreffen alter Kumpels

Einen wertvollen Beitrag, um der Entfremdung ehemaliger Hertener Bergleute entgegenzuwirken, leistet der Geschichtskreis Schlägel und Eisen. Zahlreiche einstige Bergmänner haben sich mit Bergbau-Interessierten zusammengeschlossen, um gemeinsam die Industriegeschichte der Zeche am Leben zu halten. Zur ExtraSchicht kommt nach und nach ein regelrechtes Klassentreffen früherer Kameraden zustande.

Die Männer lassen die goldenen Zeiten Revue passieren; es wird gefachsimpelt, die Schnapsgläser klingen. Kinder und Jugendliche, die den Weg in die Räume des Geschichtskreises gefunden haben, staunen nicht schlecht, als sie zum ersten Mal einen Abbauhammer hochheben. Die meisten haben sich die Ausrüstung der Bergleute nicht so schwer vorgestellt. Selbst die Grubenlampe bringt noch fünf Kilogramm auf die Waage. Mehr als 40 Grad habe meist unter Tage geherrscht, erklärt Uwe Hauschild vom Geschichtskreis. Mit Staub, Lärm und explosiven Gasen war der Bergmann konfrontiert. Wie hart die Männer unter Tage gearbeitet haben – das wird vielen Besuchern an diesem Abend klar.

Sich selbst einmal als Bergmann sehen – dazu werden die Besuchern an dieser ExtraSchicht in eine reale und in eine virtuelle Kulisse eingeladen. In einem Nebenraum des Magazins hat Sven Huppertz Greenscreen und Fotokamera aufgebaut. Mit Grubenlampe, Helm und Bergmannskluft ausgestattet wird der Besucher vor einer grünen Leinwand abgelichtet. Nachdem Huppertz den grünen Hintergrund an seinem Laptop durch ein historisches Bergbaufoto ersetzt hat, erscheint der Besucher plötzlich im Stollen zwischen staubgeschwärzten Bergleuten der 1940er Jahre.

Ein nicht weniger beliebtes Fotomotiv bietet der realitätsnahe Nachbau des Adener Stollens im Außenbereich. In mühevoller Kleinarbeit hatte der Geschichtskreis Haus Aden einen kurzen Schachtbereich realitätsgetreu in Originalgröße nachgebaut. Am Abend der ExtraSchicht ziehen sich auch hier junge und alte Besucher Bergmannskleidung an, um sich in der authentischen Bergbaukulisse fotografieren zu lassen.

Ebenfalls auf dem Außengelände, ist die ehemalige LKW-Laderampe des Magazins zur Rockbühne umgebaut worden. Mit chillig-rhythmischen Reggae-Klängen hatten bereits die Lexus Allstars die Tanzlaune des Publikums geweckt. Der anschließende verspielte Indie-Rock der Idiotlights und die Rock-Klassiker von Max Buskohl heizen die Stimmung noch weiter an, bis schließlich der provokant-aggressive Punk-Rock von Kaiser Franz das Publikum vollkommen euphorisiert.

Künstlerische Annäherung an ein historisches Thema

Als Sebel um etwa 23 Uhr seinen Song “Heimat” anstimmt, schunkeln die Zuhörer besinnlich mit. “Er wohnte immer da, schon immer da, wo der Rest sich schnell verpisste. Und er war allein weil’s jemand’ gab, den er vermisste. Und er schrieb: Heimat ist wenn du trotzdem glücklich bist”, singt der 36-Jährige. Viele junge Menschen, die ihrer Heimat im Ruhrgebiet trotz Rezession und Strukturwandel treu geblieben sind, wissen nur allzu gut, wovon Sebel da singt.

Das industrielle Erbe unserer Region neu beleben – an diesem ExtraSchicht-Abend haben zahlreiche Künstler auf Schlägel und Eisen hierzu beachtenswerte Arbeiten präsentiert. Während Sebel draußen den wirtschaftlichen Niedergang seiner Heimat besingt, katapultieren in der Weißkaue die Graffiti-Künstler um Micha Derdream den Bergbau-Alltag kurzerhand in die Gegenwart. In großformatigen Gemälden und Skulpturen trifft Popkultur auf Kohle. Riesige Skulpturen aus Aluminium greifen die Ästhetik der Fördergerüste auf. Doch scheinen die Fördergerüste keineswegs still zu stehen. Ausgestattet mit vogelartigen Beinen, eigenartigen Scharnieren und hydraulischen Systemen glaubt man, die Fördertürme könnten sich bewegen, vielleicht sogar weite Strecken laufen. Sind die Förderanlagen etwa zum Leben erweckt? Müssen sie sich einen neuen Lebensraum suchen, weil sie in Herten nutzlos geworden sind?

Auch die Videoarbeit von Heiko Preußer thematisiert die Bewegung von Industriegütern. Die Projektion auf einer weiß gefliesten Wand zeigt fortwährend vorbei rasende Kohlewaggons. Längst importiert Deutschland einen Großteil seiner Kohle – der kommt oftmals vom anderen Ende der Welt und ist trotzdem billiger als Ruhrkohle.

Aus der Ferne betrachtet ein mächtiger Bergmannskopf die Projektion. Das etwa fünf Meter große Gemälde hat der Graffiti-Künstlers Micha Derdream mit schwarzem und weißem Farbspray angefertigt. Weitere, kleinere Bergmann-Portraits, sowie grafisch dargestellte Bergmanns-Sprüche greifen die kontrastfreudige Ästhetik auf. Weiß und schwarz – vor der Schicht und nach der Schicht. An kaum einem anderen Ort wäre die Divergenz besser erlebbar als in einer Waschkaue. Doch während die Kopfleuchte des überdimensionierten Bergmanns in gleißendem Weiß erscheint, bleibt das Gesicht des Kumpels im Dunkel verborgen.

Das Sichtbare und das Unsichtbare macht auch die Münchner Künstlerin Silvia Wienefoet zum Thema. 71 Halogen-Spots an der Außenwand zeigen als Lichtpunkte den Schriftzug “Ich sehe was, was du nicht siehst”. Besonderen Hintersinn bekommt die Arbeit durch die Tatsache, dass der Schriftzug in Brailleschrift – der Punktschrift für Blinde – geschrieben ist. Der Sehende kann den Text nicht lesen, da er die Blindenschrift nicht beherrscht. Der Blinde kann die Schrift nicht lesen, weil er blind ist. Etwas sehen, was andere nicht sehen – viele Besucher sind auch mit dieser Erwartung zur erstmalig zugänglich gemachten Zeche Schlägel und Eisen gegangen.

Um Mitternacht richten sich alle Blicke in den Himmel. Von der Halde erklingt das alte Volkslied “Guten Abend, gut’ Nacht”. Dazu steigen synchron zur Musik Feuerwerksraketen empor. Goldregenfontänen glitzern im Hertener Nachthimmel. Auf das traditionelle Wiegenlied folgen schmissige Volkslieder, Schlager und Rock-Evergreens. Immer zum Takt der Musik entfalten Prachtbuketts, Römische Lichter und schillernde Chrysanthemen ihren Glanz.

Positive Resonanz von Besuchern und Presse

Bis in die frühen Morgenstunden wird in der Schwarzkaue zu den elektronischen Beats getanzt, die Goetz in dieser Nacht auflegt. Andere Besucher haben sich auf die Sofas in den ehemaligen Duschen zurückgezogen. Mehr als 6.000 Besucher haben die Schachtanlage 3/4/7 an diesem Abend besucht. Für uns als Klub Schlägel & Eisen war die ExtraSchicht es ein großes Wagnis. Im Laufe der einjährigen Planung ist mit zunehmender Begeisterung auch das Programm immer weiter gewachsen. Dass wir die vielfältigen künstlerischen, musikalischen, geschichtlichen und gastronomischen Angebote überhaupt organisiert bekommen haben, verdanken wir dem ehrenamtlichen Engagement unserer Klubmitglieder und der vielen Helfer. Darüber hinaus konnten wir uns auf die Unterstützung vieler lokaler Unternehmen verlassen.

Für die meisten unserer Besucher war die ExtraSchicht auf Schlägel und Eisen ein besonderes Erlebnis. “Endlich konnten wir die Wirkungsstätte von Vätern und Schwiegervätern besichtigen!”, kommentiert Sabine Drax auf Facebook. Und Harald Kirschner stellt fest: “Schlägel & Eisen hat sich ganz sicher als super Spielort der ExtraSchicht erwiesen. Tolle Veranstaltung, überall nur nette Leute unterwegs . Das ist Ruhrpott live !!” Und auch in lokalen und überregionalen Medien wird die ExtraSchicht auf Schlägel und Eisen thematisiert. So schreibt die WDR-Redakteurin Andrea Groß über die Performance: „So nett und unkonventionell wie bei der Extraschicht an diesem Abend werden selten Besucher in diese Ausstellungen geführt”. Und die Recklinghäuser Zeitung befindet: Das “besonders charmante” Zechengelände habe bei seiner Premiere “für ein unvergleichliches Sinnes-Erlebnis” gesorgt. Die Schwarzkaue sei ohnehin “der perfekte Ort für eine Lesung”.

Die positive Resonanz von Besuchern und Presse, motiviert uns, jetzt weiter zu machen. Mit der ExtraSchicht ist uns und vielen anderen Hertenern klar geworden, welch enormes Potential in der Schachtanlage 3/4/7 steckt. Als Klub Schlägel & Eisen werden wir daher auch in Zukunft die Wiederbelebung der ehemaligen Zeche gestalten. Kunst, Kultur, Kohle, Sport und ein Café werden wohl ab 2017 eine Rolle spielen. Doch dazu später mehr.

Wenn auch Sie sich für die Wiederbelebung der Schachtanlage 3/4/7 engagieren möchten, unterstützen Sie uns doch dich Ihre Mitgliedschaft!

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