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Jetzt kommt Leben ins Maschinenhaus

In den vergangenen Jahren hat sich die Schwarzkaue auf Schlägel & Eisen zu einem beliebten Veranstaltungsort entwickelt. Jetzt verschieben sich die Zuständigkeiten auf dem Zechengelände: Die Kontrollplan GmbH übernimmt die Kauen – und wir, der Klub, ziehen in das Maschinenhaus.

Wenn am 30. Juni die ExtraSchicht auf der Hertener Schachtanlage 3/4/7 stattfindet, werden wir als gemeinnütziger Klub Schlägel & Eisen nicht mehr verantwortlich sein. Weil wir im vergangenen Jahr mehr als 11.000 Besucher auf dem Gelände hatten, haben wir inzwischen eine Größenordnung erreicht, die nicht mehr mit dem freiwilligen Einsatz der Klubmitglieder zu bewältigen ist. Ehrenamtliches Engagement ist ohnehin nicht mehr nötig, da sich die ExtraSchicht auf Schlägel & Eisen künftig aus eigener Kraft trägt. Die Infrastruktur ist jetzt aufgebaut.

„Als gemeinnütziger Verein dürfen und möchten wir keine Gewinne machen”, sagt unser erster Vorsitzender, Andreas Weidner. Der Unternehmer hatte vor vier Jahren zunächst seine Wasserchemie-Firma, dann mit Kathi Schmidt und einem engagierten Team den Klub Schlägel & Eisen auf dem Gelände gegründet. Nun hat Weidner mit der Kontrollplan GmbH eine weitere Unternehmung eingereiht, die kommerzielle Veranstaltungen – darunter die ExtraSchicht 2019 – organisiert und vermarktet.

Obwohl wir mit der ExtraSchicht und der Schwarzkaue einen Teil unseres Tätigkeitsfeldes abgeben, werden wir uns weiterhin mit Kulturveranstaltungen und Kunstaktionen für Herten und unser Bergbau-Erbe engagieren.

Die Eigentümerin des Maschinenhauses, die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur wird mit uns und dem Geschichtskreis Schlägel & Eisen kooperieren, um das Denkmal zu beleben. Im Gespräch sind Veranstaltungen wie Lesungen, Musikabende, Ausstellungen und Bergmannsgespräche.

So werden in den kommenden Monaten die Schauspieler Axel Holst (4.5.2019) und Christine Sommer mit Martin Brambach (21.9.2019) auftreten. Mit dem „Knappenlauf” am Tag des offenen Denkmals (8.9.2019) organisieren wir zudem ein Event, das sportliche Ambitionen mit bergmännischer Geselligkeit verbindet.

Im Mittelpunkt der Veranstaltungen steht künftig immer die mächtige Zwillingsdampffördermaschine von 1897. Und genau das ist es ja, was wir als Klub erreichen möchten: Kultur und Kunst in den Kontext unserer bergmännischen Geschichte bringen.

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