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Schnupftabak und Tausend Feuer

120 Besucher, einige dutzend Schmalzstullen und ein berührender Moment: Der zurückliegende Bergmannsfrühschoppen war ein voller Erfolg.

Erzählen, fachsimpeln, klönen: Zahlreiche Bergbau-Interessierte haben uns am vergangenen Samstag in der Schwarzkaue besucht. In gemütlicher Runde ließen wir die goldenen Zeiten unserer Industriegeschichte Revue passieren. Dazu gab es Schnupftabak, Bier, Stullen und Kaffee.

Während der Bergmanns-Chor noch auf das elektrische Klavier wartete, stimmte Gerhard Könicke das Lied „Tausend Feuer sind erloschen“ an. Das Lied vom schwarzen Gold und dem Untergang des Bergbaus ging vielen Besuchern nahe, wurde es doch hier von einem ehemaligen Bergmann auf einer stillgelegten Zeche gesungen.

Als der Bergmanns-Chor schließlich in neuer Formation das Steigerlied anstimmte, sangen auch zahlreiche Gäste mit. Besonders viel Freude machte die letzte Strophe, an deren Ende die Schnapsgläser erklangen.

Wir Bergleut sein kreuzbrave Leut,
denn wir tragen das Leder vor dem Arsch bei der Nacht,
denn wir tragen das Leder vor dem Arsch bei der Nacht,
und saufen Schnaps
und saufen Schnaps.

Viel Beachtung fanden auch die Miniaturmodelle des Geschichtskreises Schlägel & Eisen. In monatelanger Kleinarbeit haben die Mitglieder ein Unter- und ein Übertagemodell der Schachtanlage 3/4/7 entstehen lassen. Im Verlaufe des Bergmannsfrühschoppens wurden die Modelle Ausgangspunkt zahlreicher Gespräche.

In der guten Stimmung des Vormittags und Mittags ist dann allerdings die geplante Panini-Tauschbörse eher in den Hintergrund gerückt. Zwar waren einige Sammler mit ihren Klebebildchen vor Ort – besonders viel getauscht wurde jedoch angesichts des vollen weiteren Programms nicht.

Als Klub Schlägel & Eisen bedanken wir uns bei den Sängern des Bergmanns-Chores und bei den Mitgliedern des Geschichtskreises für ihren engagierten Einsatz. Angesichts des enormen Zuspruchs, wird es nicht der letzte Bergmannsfrühschoppen auf Schlägel & Eisen gewesen sein.

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